Leuchttürme, Atlantikbrise 10
Mittwoch, November 16th, 201113. Reisetag:

Ich liebe Leuchttürme. Heute früh sind wir vom Haus hinüber zum Leuchtturm von Tazones gelaufen. Der Vormittag war nicht mehr ganz jung, aber der Ort Tazones wirkte ausgestorben wie um 6 Uhr früh. Erst auf dem Rückweg bekamen wir in der Bar Puerta einen café con leche serviert.
Der Leuchtturm liegt auf der Klippe unserem Haus gegenüber und ist im Jahre 1854 gebaut worden. Dementsprechend sieht seine Fassade viktorianisch aus mit Glas und Eisen. Der Wanderweg dorthin (und darüber hinaus) gehört zu einem der sechs markierten Wanderwege, die die Gemeinde Villaviciosa den Besuchern offeriert. Im Turismo in der Stadt erhält man dazu einen niedlichen Führer mit Kartenmaterial und einen Bleistift, um den entsprechenden Wanderstempel einzuruppeln.

Die Bucht von Tazones in der Morgendämmerung

Wanderweg zum Leuchtturm

Ein eher unspektakulärer “Landleuchtturm”

Die Glasfassade der Jahrhundertwende
Faru Peñas und Aquarium Gijon
Nach dem zweiten Frühstück sind wir über Gijon zum zweiten Leuchtturm des Tages, dem Faru Peñas am Capo Peñas. Da es ein bedeckter Tag war und ein Sonntag, war es gar nicht so einfach einen Parkplatz zu finden (Das wird noch zur endlosen Geschichte heute). Im Kellergeschoß des außer Dienst gestellten Leuchtturms ist im Kellergeschoß ein kleines Museum zur Meereswelt vor dem Kap von Peñas untergebracht, das mit einem angrenzenden kilometerlangen Spaziergang an den Klippen den Besuch lohnt. Besonders beeindruckt hat uns, dass das Meer dort fast 5 km tief herab geht. In tiefen Meeresschluchten und Kavernen liefern sich Pottwale und Riesencalamare Kämpfe, bei denen fast immer die Wale Sieger bleiben, denn die Calamare sind ihre Hauptbeute. Im Museum gibt es einen schön simulierten Film, der diesen Kampf nachstellt. Auch die Männer, die von Booten aus auf die meeresumtosten Felsen und Felseninselchen klettern, um Muscheln zu ernten, waren bewunderswert.

Blick auf die Meereswelt von Capo Peñas

Kampf Riesencalamar gegen Pottwal
Wir gönnten uns nur einen Blick von der Klippe, denn wir wollten ins Schifffahrtsmuseum von Luanco. Leider fanden wir in der ganzen kleinen Stadt keinen Parkplatz und das Museum selbst hatte keinen. Schade !
Wir fuhren weiter nach Gijon. In der Großstadt begann das Trauerspiel fast von vorne, denn dort fanden wir das von Hannes gewünschte Aquarium zunächst nicht. Wir bedanken uns ganz herzlich beim hilfsbereiten Pizzakurier! Endlich gefunden und das Auto untergebracht, lohnte das direkt am Meer untergebrachte Aquarium einen Besuch: Der Eintrittspreis war bezahlbar, die Tierauswahl durchaus vergleichbar mit dem Weltausstellungsaquarium in Lisboa, in der Anlage sogar etwas schöner, wundervolle Fischwelten blieben in Erinnerung.

Das Aquarium in Gijon liegt direkt am Meer

wir sind angekommen in der Wunderwelt des Aquarium

Wundervolle Fischwelten!

Auch die Architektur in der Umgebung gemahnte an Meer und Schifffahrt
Der Abend ist nicht so schön wie gestern, als wir schön draußen beim Sidra sitzen konnten. Draußen zieht Sturm auf oder zumindest eine Regenfront. Es hat keiner von uns mehr Lust zur Casa Rural zu gehen. Marie macht Schnittchen für alle. Wir sitzen im „Sala de Estar“. Auch von hier aus sieht man Leuchtturm und Meer …

Das Wetter wurde schlechter, der Leuchtturm kaum zu sehen

Marie machte Schnittchen aus asturischen Spezialitäten
Bis zur nächsten Atlantikbrise, Euer To.