Am Winderatter See
Donnerstag, Februar 24th, 2011Freie Tage im Winter-Refugio am Winderatter See. Der grüne Kacheloffen bollert und wir können uns so richtig fallenlassen. Nur Marie kann das leider nicht, die Arbeit an der Quartalsarbeit ruft.

Auf dem Hinweg haben wir diesmal nicht bei Maic hereingeschaut, sondern in Hamburg bei Cooki, Judith, Benedikt und Martin. Ganz herzlichen Dank für Eure Gastfreundschaft und der Grieche war super ausgesucht. Die selbstgemachten Taramas waren die leckersten, die ich in den letzten Jahren gegessen habe.
Letztes Jahr hatten wir noch Schnee, als wir in Winderatt eintrafen, diesmal regnete und stürmte es. Das Wasser stand auch dort ganz schön hoch. Überall auf den Feldern hatten sie an niedrigen Stellen “Seen” gebildet. Es war sogar die Straße zwischen “Osaka” und Winderatt gesperrt, weil der See über die Ufer getreten war.
Wir haben es uns gemütlich gemacht und die Tage ruhig verbracht. Einmal waren wir in Flensburg, einmal in Sönderburg. Beide Ausflüge nutzten die Damen hauptsächlich zum Shoppen. Ein paar Sachen bekamen die Herren auch ab. Ich habe mir beispielsweise ein neues Spiel gekauft: “Die goldene Stadt”. Wir haben es erst einmal gespielt, aber ich fand es sehr spannend schnell, vom Design auch sehr ansprechend. Kaum zu glauben, ich habe in der Zeit kein einziges Museum von innen gesehen!
Die ersten Schneeglöckchen ließen sich auf der Winderatter Wiese hinter dem Wintergarten sehen und wir machten mehrere Wanderung an den See. Zweimal wanderten wir sogar ganz herum. Durch den feuchten Boden war das gar nicht so einfach, außerdem hatte jemand den Steg durch das Feuchtgebiet (Moor) gesperrt. Wir sind trotzdem durch, aber tatsächlich war an vielen Stellen das morsche Holz beschädigt, aber wir sind hinüber gekommen.
Die Kälber der wilden Rinder sahen aus wie Bad-Kösen-Tierchen, niedlich, auch wenn einem so mitten in einer Herde nicht ganz behaglich ist. Nachdem wir den Steg und die zweite Weide gut überstanden hatten, ging es über die längst verschwundene Grauburg wieder zurück zur Ferienwohnung im “Alten Obstgarten”.
Wer sich ausführlicher über unser Winterquartier informieren möchte, dessen Bequemlichkeit+supernette Gastgeber wir nur wärmstens empfehlen können, bitte schön, hier klicken…
Ja, und wir haben natürlich auch wieder Apfelkuchen gebacken und Tee mit Rum getrunken und Flens-Bier natürlich auch. Einmal waren wir am Meer spazieren. Was sich so Meer nennt! Die Ostsee an der Flensburger Förde gibt den Eindruck von der Ostsee als Binnenmeer exemplarisch wieder. Aber es herrschte ein wunderbares Licht. Auf der anderen Seite konnte ich sogar einen Leuchtturm erkennen. Beim Spazierengehen bekommt man Hunger. Eines Tages brauchen wir eine zuverlässige Quelle, wo wir frischen Fisch bekommen. Trotz Meeresnähe springt er einen nicht gerade an.
Schade eigentlich, findet To.



Über zwei Wochen entspannende Ferien verbrachten wir im Garten der alten Obstsorten in Winderatt zwischen Schleswig und Flensburg. Die Ostsee ist nahe, Schleswig mit seinen Museen (Haithabu und Landesmuseen) leicht erreichbar, Flensburg mit Einkaufsmöglichkeiten (viele Buchläden, ausgezeichneter Manga- und Spieleladen darunter, und natürlich unverschnittener Rum !) nicht weit und selbst ein Stückchen nach Dänemark zu fahren, lohnt sich sicher, was wir aber dieses Mal nicht geschafft haben. Aber auch die nähere Umgebung war für uns reizvoll: In einem Obstgarten zu wohnen, ist überhaupt das größte Erlebnis! So gab es selbst beim Winteraufenthalt überreichlich Äpfel zu essen. Die Obstverkostung im Herbst durch den Gastgeber selbst war ein besonderes Erlebnis und man behält anders als bei einer Weinverkostung einen klaren Kopf. Ich verrate es gleich: Vierländer Wohlschmecker war mein Favorit. Bald ist der Obstgarten auch mit einem Obstmuseum ausgestattet, dort kann die geschmeckte Erfahrung noch vertieft werden.